Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstwart.com

Portraits

Die relaxte Antithese zum hektischen Messebetrieb: In einer Hamburger Jugendstil-Villa eröffnete jetzt die Berliner Galerie Wentrup eine Dependance der etwas anderen Art. Wentrup am Feenteich ist als Ort der vertieften Kommunikation und des interdisziplinÀren Dialogs gedacht

Weit genug weg und nah genug dran


Skulpturengarten bei Wentrup am Feenteich

Der Hamburger Feenteich, eine Ausbuchtung der Außenalster, gehört zu den nobelsten Adressen der Hansestadt. Hier befindet sich nicht nur das GĂ€stehaus des Hamburger Senats, in dem schon die Queen, Henry Kissinger und der Dalai Lama ĂŒbernachtet haben. Auch zahlreiche private Villen mit ihren großen GĂ€rten ...mehr

Der Kunsthandel Langeloh Porcelain existiert seit 100 Jahren – eine Geschichte ĂŒber Frauen, die handeln, und den verĂ€nderten Markt fĂŒr frĂŒhe europĂ€ische Porzellane

Netzwerkerinnen des Weißen Goldes


Franz Anton Bustelli, Figur der Isabella aus der Commedia dell’Arte, 1759/60

Deutschland hat nicht viele Galerien und Kunsthandlungen, die auf eine hundertjĂ€hrige Geschichte zurĂŒckblicken können. Und schon gar keine, deren Geschicke ĂŒber drei Generationen hinweg von Frauen gelenkt werden, wie die des Kunsthandels Langeloh Porcelain. Bei Friedel Kirsch, der heutigen Inhaberin und Enkelin der FirmengrĂŒnderin Elfriede Langeloh, ruft das AuswĂ€rtige Amt inzwischen nicht mehr an, um wie 1959 fĂŒr den amerikanischen PrĂ€sidenten einen Satz Meißner KakaotĂ€sschen als Gastgeschenk zu erwerben. Die PrĂ€sidenten haben sich geĂ€ndert. Die PrĂ€sente auch. Und nicht zuletzt unterscheidet der KĂ€uferkreis fĂŒr frĂŒhe europĂ€ische Porzellane streng zwischen High und Low und hat wenig ĂŒbrig fĂŒr das Mittlere. „Der Markt ist heute viel anspruchsvoller geworden, Museen und Sammler wollen vor allem bedeutende StĂŒcke“, sagt Friedel Kirsch. Keine 24 Stunden stand das stattliche Paar Meißner MandelkrĂ€hen von 1730 nach Modellen von Johann Joachim KĂ€ndler vor zwei Jahren an ihrem Messestand auf den Highlights in MĂŒnchen. Es ist das einzige noch existierende Paar von dreien. Der Preis war sechsstellig. ...mehr

WĂ€hrend die alte Kunst im Allgemeinen rĂŒcklĂ€ufig ist, investiert die weltweit agierende Kunst- und Porzellanhandlung Röbbig mit Sitz in MĂŒnchen in eine neue luxuriöse Location. Morgen ist die Eröffnung im noblen Carolinen Palais

Bel Etage der galanten Epoche


Johann Joachim Kändler, Paar Papageien als dreiarmige Leuchter montiert, vor 1740 und 1741

Völlig neue Wege wird die MĂŒnchner Kunsthandlung Röbbig, international fĂŒhrender Spezialist fĂŒr frĂŒhe Meißner Porzellane und die Kunst des 18. Jahrhunderts, nicht gehen, wenn sie am GrĂŒndonnerstag ihre neuen GeschĂ€ftsrĂ€ume im neobarocken Carolinen Palais eröffnet. Schon auf der TEFAF, auf der Biennale des Antiquaires in Paris oder den Highlights in MĂŒnchen hat Röbbig seine StĂ€nde bevorzugt als Interieurs der Zeit von Madame de Pompadour inszeniert. Doch GeschĂ€ftsfĂŒhrer Alfredo Reyes will seinem Ideal nun noch nĂ€her kommen. Er möchte die delikate Geschmackskultur dieses Jahrhunderts am Leben erhalten, sagte er Kunstmarkt.com am Rande der letzten Vorbereitungen. Auf 220 Quadratmetern hat der Innenarchitekt und Opern-Setdesigner Massimo Pizzi Gasparon in dem von Gabriel von Seidl entworfenen Prachtbau in der Briennerstraße das Flair einer Bel Etage des galanten Zeitalters entstehen lassen. ...mehr

Mit Alten Meistern und zeitgenössischer Fotografie, mit exquisiten Asiatika und ausgewĂ€hltem Kunsthandwerk geben Konrad O. Bernheimer und Tochter Blanca in einer pointierten Verkaufsschau RĂŒckblick und Ausblick auf 150 Jahre Kunsthandel Bernheimer

Im globalen Zentrum des Kunsthandels angekommen


Konrad O. Bernheimer und Blanca Bernheimer

Ein seriöser KunsthĂ€ndler weiß, in welche HĂ€nde seine TopstĂŒcke einst gegangen sind. Schließlich sind die KĂ€ufer von gestern auch potenzielle Quellen fĂŒr Gegenwart und Zukunft. Deutschlands erfolgreichster und renommiertester Altmeister-HĂ€ndler Konrad O. Bernheimer tippt mit der Fingerspitze auf die dunkeltĂŒrkisfarbene OberflĂ€che eines exzeptionellen Dresdner Lackmöbels. Vor zwanzig Jahren hat er das Schreibtischchen von 1738 schon einmal verĂ€ußert. Zu seiner JubilĂ€umsschau „150 Jahre Bernheimer“ steht es nun fĂŒr 340.000 Euro in seiner Galerie in der MĂŒnchner Brienner Straße neben GemĂ€lden von Claude Joseph Vernet, Jean-HonorĂ© Fragonard und Jan Brueghel d.Ä. wieder zum Verkauf. Es erzĂ€hlt vor allem eins: Die MĂŒnchner KunsthĂ€ndlerdynastie Bernheimer war nicht immer nur auf Alte Meister spezialisiert. ...mehr

Die Galerie SchĂŒller in MĂŒnchen begeht in diesem Jahr ihr 30jĂ€hriges JubilĂ€um. Einst stand die Malerei der MĂŒnchner Schule im Mittelpunkt. Heute ist sie Deutschlands fĂŒhrende Adresse, wenn es um Leo Putz, Otto Pippel oder Oskar Mulley geht

Ein facettenreiches Moderneprogramm


Leo Putz, Cara Sophia Köhler née Goldammer (1879-1920), 1911

Wer dreißig Jahre als Galerist tĂ€tig ist, weiß aus eigener Erfahrung, wie sich der Markt gewandelt hat. Wolfgang SchĂŒller, der 1982 in Gilching am Starnberger See den Start als KunsthĂ€ndler wagte, verrĂ€t keine Geheimnisse, wenn er die Verkaufspreise aus seiner Anfangszeit aufzĂ€hlt. Franz von Stucks GemĂ€lde „Susanna im Bade“ verkaufte er 1995 fĂŒr 30.000 Mark. Zehn Jahre spĂ€ter ging das selbe Werk noch einmal durch seine HĂ€nde, dann aber fĂŒr 66.000 Euro. Hermann Max Pechsteins GemĂ€lde „Rote DĂ€cher“ von 1914 erwirbt hier 1997 ein Privatsammler fĂŒr 650.000 Mark. Wolfgang SchĂŒller schĂ€tzt, dass dieses Werk heute im 2 Millionen Euro-Bereich gehandelt werden wĂŒrde. Und 50.000 Mark kostete vor zwanzig Jahren Alfons Waldes „Skifahrer“ – ein Motiv, fĂŒr das man heute mindestens das Zehnfache aufbringen mĂŒsste. Solche RĂŒckblicke gehören zur Firmengeschichte erfolgreicher Galerien. Das GespĂŒr fĂŒr Blue Chips und potente Kunden, die das GefĂŒhl haben, einen guten Kauf gemacht zu haben, sind schließlich das Kapital eines Galeristen. ...mehr

Vor sechs Monaten ist der Internetversteigerer Auctionata an den Start gegangen. Viel heiße Luft oder zukĂŒnftiger Platzhirsch einer neuen AuktionsĂ€ra, fragen sich Branchenbeobachter. Einen ersten Rekord hat man mit 1,8 Millionen Euro fĂŒr ein Schiele-Gouache bereits eingefahren

Die digitale Vermessung des Auktionswesens


Egon Schiele, Liegende Frau, 1916

So eine Geschichte wĂŒrden das Dorotheum in Wien oder Christie’s in London auch gern erzĂ€hlen. In einer Mappe mit Lichtdrucken von Werken Egon Schieles fand der Experte des Internetversteigerers Auctionata eine originale Zeichnung des anerkannten Expressionisten. SchĂ€tzwert: zwei Millionen Euro. Bessere Werbung kann es nicht ...mehr

111 Jahre Auktionshaus Michael Zeller

Zukunft als Dienstleistungsunternehmen


Vorbesichtigung bei Zeller in den 1970er Jahren

Das Auktionshaus Michael Zeller gehört zu den traditionellen Familienunternehmen der malerischen Bodenseestadt Lindau. Auf 111 Jahre Firmengeschichte kann es heuer zurĂŒckblicken. 1893 wurde es vom Großvater des heutigen Inhabers, Joseph Zeller, gegrĂŒndet. Mit einem Programm, das aus der Bodenseeregion erwĂ€chst, aber auch ĂŒberregionale Aspekte aufgreift, kann der mittelstĂ€ndische Betrieb mit 20 Mitarbeitern auf eine gewachsene Kundschaft zurĂŒckgreifen, aber auch ein neues Publikum gewinnen. Als Generalist offeriert Michael Zeller alles, was Kunst, Kunsthandwerk und angewandte Kunst seit der Antike in der Welt hervorgebracht hat. Das ZahlenjubilĂ€um feiert man mit der Versteigerung vom 6. bis zum 8. Mai, bei der wieder mehr als 4.300 Objekte den Besitzer wechseln sollen. Mit Michael Zeller sprach Jennifer Kox. ...mehr

Die Ausstellung „Weltkunst. Von Buddha bis Picasso“ in Wuppertal fĂŒhrt durch mehrere tausend Jahre europĂ€ischer und außereuropĂ€ischer Kunst, nimmt aber auch die schillernde wie umstrittene Persönlichkeit Eduard von der Heydts in den Blick

Ein Sammler zwischen Weltoffenheit und Opportunismus


Eduard von der Heydt als „Buddha vom Monte Verità“, um 1930

Mit der groß angelegten Ausstellung „Weltkunst. Von Buddha bis Picasso. Die Sammlung Eduard von der Heydt“ beleuchtet das seit 1961 als Von der Heydt-Museum firmierende Wuppertaler Kunstmuseum die Sammelleidenschaft, aber auch die schillernde und nicht unumstrittene Persönlichkeit seines Namensgebers. Erstmals seit 1952 werden die in ...mehr

Der österreichische Sammler Rudolf Leopold ist tot

UnumschrÀnkter Kunstkönig


Rudolf Leopold vor einem Schiele-Bild seiner Sammlung

Die Sammler vom alten Schlage, die, als Ärzte, Kaufleute oder Unternehmer groß geworden, erst mit der Kunst ihrer wahren Leidenschaft frönten und als MĂ€zene der Moderne Bleibendes schufen, werden immer weniger. Ernst Beyeler, der große Schweizer Kunstsammler und MuseumsgrĂŒnder, starb im Februar fast neunzigjĂ€hrig, der gleichaltrige Hans Dichand, mit seinem Interesse fĂŒr Kunst vielleicht nicht ganz so berĂŒhmt-berĂŒchtigt geworden wie als Zeitungsmann, segnete vor zwei Wochen das Zeitliche, und heute, am 29. Juni, folgte Rudolf Leopold nach. Der Wiener Mediziner hatte erst im vergangenen MĂ€rz seinen 85. Geburtstag gefeiert. Die Reaktionen sind entsprechend bestĂŒrzt: „Österreich verliert mit Rudolf Leopold eine herausragende Persönlichkeit der Kunstszene“, ließ etwa der österreichische Außenminister Michael Spindelegger verlauten. ...mehr

Flimmern und Rauschen Ade: Die private „Julia Stoschek Collection“ in DĂŒsseldorf zeigt auf 2.500 Quadratmetern hochmoderner AusstellungsflĂ€che SchlĂŒsselwerke der internationalen Video- und Medienkunst

Ein Haus fĂŒr die Videokunst


Videokunst gilt als schwer vermittelbar. Zu groß ist oft der technische Aufwand, um sie angemessen prĂ€sentieren zu können. Zu viel Zeit, Geduld und Stehvermögen fordert sie von den oft eiligen Schrittes durch Großausstellungen wie Biennale oder Documenta hetzenden Besuchern. Kurzum: Gegen schnell konsumierbare Medien wie Malerei, Skulptur oder Fotografie kann sich Videokunst nur schwer behaupten. Schade eigentlich, denn lĂ€ngst hat sich das Medium vom engen GehĂ€use des haushaltsĂŒblichen Fernsehmonitors befreit. Die Zeiten, als Nam June Paik dem Fernseher mit Hilfe starker Magneten zuckende Farbfelder abtrotzte, sind lĂ€ngst vorbei. Die Videokunst unserer Tage sieht ganz anders aus: High-Tech-Beamer garantieren flimmerfreie BildqualitĂ€t im XXL-Format. Begehbare Videoinstallationen von oft gigantischen Ausmaßen emanzipieren den Betrachter von der passiven Frontalberieselung mit Bild und Ton. Und aufwĂ€ndige Mehrkanalprojektionen mit hochkomplex ineinander verschachtelten Parallelhandlungen lassen das Betrachten von Videokunst zur intellektuellen Herausforderung werden – Ă€hnlich der LektĂŒre anspruchsvoller Belletristik. ...mehr

Die Turiner Sammlerin Patrizia Sandretto Re Rebaudengo

Weibliche Kunstpower in der Autostadt


Patrizia Sandretto Re Rebaudengo vor Cattelans „La rivoluzione siamo noi“

Sie ist stets elegant gekleidet, bekannt fĂŒr ihre großzĂŒgige Gastfreundschaft, ihre absolute Neugier auf Kunst und KĂŒnstler, ihre Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft und ihren Sinn fĂŒr stimmige Inszenierungen. Die norditalienische Kunstsammlerin mit dem klangvollen Namen Patrizia Sandretto Re Rebaudengo feiert jetzt das zehnjĂ€hrige JubilĂ€um ihrer Kollektion mit einer auf drei Orte verteilten Ausstellung. Der engagierten Italienerin ist es gelungen, in ihrer Heimatstadt das Interesse fĂŒr zeitgenössische Kunst zu wecken und eine ganze Region mit Gegenwartskunst aufzumischen. Aber auch die internationale Kunstwelt blickt immer wieder nach Turin. ...mehr

PortrÀt des Kunstsammlers Rik Reinking

Die Sammlung als Plattform


Rik Reinking

Eine bescheidene Zweizimmerwohnung im Hamburger Stadtteil Winterhude, ein Treppenhaus mit Altbaucharme, der Blick vom Balkon geht auf grĂŒne Baumkronen und ein schmuckloses ApartmentgebĂ€ude gegenĂŒber. Hier wohnt der aus dem niedersĂ€chsischen Oldenburg stammende Kunstsammler Rik Reinking. 29 Jahre ist er alt, ein so genannter Jungsammler, der mit 16 Jahren seine erste Horst Janssen-Grafik vom Taschengeld kaufte und der seine SchĂ€tze in Museen und Ausstellungen von Leipzig ĂŒber Kiel bis hin nach Istanbul verleiht. Rik Reinking hat es verstanden, durch intensives Schauen an den richtigen Orten, durch mutigen, frĂŒhen Kauf auch unbekannter Namen und eine gute Vernetzung im engmaschigen Kunstbetrieb eine beachtliche Sammlung ĂŒberwiegend zeitgenössischer Kunst aufzubauen. „Mir geht es nicht um den Moment des Besitzens, sondern ich verstehe die Sammlung als eine Plattform“, betont der gelernte Jurist und Kunsthistoriker, der lieber mit KĂŒnstlerfreunden schnell eine Pizza isst, als mit Galeristen und Sammlerkollegen zum Gala-Dinner zu gehen. Vernissagen meidet er wie der Teufel das Weihwasser: „Wenn die anderen kommen, bin ich schon wieder weg.“ ...mehr

Das Ausstellungshaus Le Magasin in Grenoble galt in Frankreich lange Zeit als wichtiges Kraftzentrum der zeitgenössischen Kunst. Jetzt wurde es unter neuer Leitung wiedereröffnet

Die RĂŒckkehr einer Legende


Le Magasin, Grenoble

Die am Fuß der Alpen gelegene französische Großstadt Grenoble ist in erster Linie bekannt fĂŒr die Olympischen Winterspiele, die hier 1968 stattgefunden haben, in Feinschmeckerkreisen auch fĂŒr ihre WalnĂŒsse, die zu den besten der Welt gezĂ€hlt werden. Dass hier auch die drittgrĂ¶ĂŸte UniversitĂ€t Frankreichs mit ...mehr

Bottrop huldigt Josef Albers. Der große Sohn der Bergbaustadt erfĂ€hrt durch einen Erweiterungsbau des ihm gewidmeten Museums und eine Sonderschau erneut hohe WertschĂ€tzung

Quadrat mit emotionalen Reaktionen


Josef Albers Museum Qaudrat Bottrop

Ruhrgebietler sind besonders heimatverbunden. Bei Josef Albers war es nicht anders. Auch nach seiner Emigration in die USA 1933 fĂŒhlte er sich Bottrop freundschaftlich zugetan, wo er 1888 geboren wurde und aufwuchs. Generöse Schenkungen des 1970 zum EhrenbĂŒrger ernannten KĂŒnstlers und gezielte Erwerbungen beförderten den Ausbau des ihm gewidmeten Museums, das heute mit ĂŒber 100 GemĂ€lden und der kompletten Druckgrafik den weltweit grĂ¶ĂŸten Korpus seiner Werke hĂŒtet. Schon lange war das idyllisch im historischen Stadtgarten gelegene alte Domizil den zeitgemĂ€ĂŸen AnsprĂŒchen an Raum, Technik und Infrastruktur nicht mehr gewachsen. Ab Mittwoch ergĂ€nzt ein 13 Millionen teurer Erweiterungsbau das Museumsensemble mit einer dem Quadrat gewidmeten PrĂ€sentation. Es ist die Abschiedsschau des langjĂ€hrigen Direktors Heinz Liesbrock, der nun in den Ruhestand geht. ...mehr

Nach elfjĂ€hriger Schließung wegen Renovierungsarbeiten und Erweiterung feiert das Königliche Museum der Schönen KĂŒnste in Antwerpen seine Wiedereröffnung

Alles inklusive


Königliches Museum der Schönen Künste Antwerpen

Die Ă€ußere HĂŒlle von Bauten lĂ€sst nicht immer auf das Innere schließen. Bei der nĂ€heren Beachtung eines GebĂ€udes erfĂ€hrt man hĂ€ufig neben dem Vermuteten auch EnttĂ€uschendes, Überraschendes und Unerwartetes. Bei dem freistehenden, von den Architekten Jean-Jacques Winders und Frans Van Dijk im Sinne des Neoklassizismus entworfenen Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen mag es nun vielen Ă€hnlich ergehen. Denn nach der Schließung im Jahr 2011 erfolgten auf der Grundlage eines Masterplans die Restaurierung aller historischen SĂ€le und die Erweiterung durch einen von außen nicht sichtbaren Neubauteil in den ehemaligen Innenhöfen. Mit dem Neustart am vergangenen Wochenende ist er nun die eigentliche Überraschung fĂŒr die Besucher*innen. ...mehr

Der wiederhergestellte Terrassengarten von Kloster Neuzelle sĂŒdlich von EisenhĂŒttenstadt wirft ein Schlaglicht auf die Kunstlandschaft entlang der Oder

Ein himmlisches Theater


Terrassengarten von Kloster Neuzelle

Als der preußische König Friedrich II. im Sommer 1740 am Niederrhein weilte, um auf Schloss Moyland seinen Freund Voltaire zu treffen, ließ er sich vom nahen Terrassengarten des Klosters Kamp fĂŒr sein Projekt in Sanssouci anregen. Dies verlieh einer Strömung weiteren Schub, die schon einige Jahre in der Gartenkunst Fuß gefasst hatte. Bereits um 1730 wurden etwa der PrĂ€latengarten im hessischen Kloster Eberbach oder der Garten von Schloss Wackerbarth bei Dresden als begrĂŒnter Stufenbau gestaltet. Fast zeitgleich mit Kloster Kamp dachte man auch im brandenburgischen Kloster Neuzelle ĂŒber eine Erneuerung des Renaissancegartens nach und legte in der Mitte der 1750er Jahre nach barocken Gestaltungs- und Ordnungsprinzipien mit Sichtachsen, Wassersystemen, Parterre- und Terrassensystemen ein neues Gartenreich an, das im Gegensatz zu vergleichbaren Beispielen spĂ€ter nicht im Stil eines englischen Landschaftsgartens ĂŒberformt wurde. Ab 1817 mit der SĂ€kularisation des Klosters nicht mehr gepflegt und stark verwildert, begann 1998 die Sanierung und Rekonstruktion. Im Juni konnte nun das fĂŒnf Hektar große „Barockwunder Brandenburgs“ mit einem Festakt eingeweiht werden. ...mehr

Sachsen feiert den 450. Geburtstag seines pompösen Renaissanceschlosses Augustusburg

Kraftstrotzendes Jagdquartier im Regelmaß


Schloss Augustusburg

Schon von weitem sichtbar beherrscht Schloss Augustusburg die sanfte HĂŒgellandschaft des Erzgebirges östlich von Chemnitz. Nach dem Abriss der mittelalterlichen Schellenburg ließ KurfĂŒrst August von Sachsen hier in 516 Metern Höhe eine gewaltige Schlossanlage errichten, die vornehmlich den Sieg der albertinischen Linie der Wettiner und die Behauptung der KurwĂŒrde machtvoll demonstrierten sollte. Nach vier Jahren Arbeit wurde der vornehmlich als Jagddomizil genutzte Bau im Jahr 1572 vollendet. Heute gilt er als eines der reprĂ€sentativsten Renaissanceschlösser Europas. Umfassend restauriert, gilt es nun, die weitlĂ€ufigen RĂ€umlichkeiten einer adĂ€quaten Nutzung zuzufĂŒhren. AnlĂ€sslich des 450jĂ€hrigen JubilĂ€ums rĂŒckt eine Ausstellung das Leben und Wirken des Bauherrn in den Fokus. ...mehr

Otl Aicher unterstĂŒtzte mit seinen Designideen eine fortschrittliche Wahrnehmung der BRD nach dem Zweiten Weltkrieg. Ausstellungen und eine Publikation wĂŒrdigen zu seinem hundertsten Geburtstag seine Leistungen

Der Schöpfer von Deutschlands neuem Gesicht


Otl Aicher, 1953

Im Sommer 1972 blickte die Welt auf MĂŒnchen. Die „heiteren“ Olympischen Spiele sollten ein unverkrampftes sympathisches Bild der Bundesrepublik Deutschland vermittelten: Fröhlich, friedlich, unbefangen, offen, demokratisch und tolerant, so wie es sich die Organisatoren vorgenommen hatten. Einen wesentlichen Anteil daran hatte der Gestalter Otl Aicher. ...mehr

Mit seinen BugholzstĂŒhlen revolutionierte Michael Thonet die Möbelherstellung und ebnete den Weg zum modernen Design. Eine Hommage zum 150. Todestag

Gebogen und zerlegt in die ganze Welt verschickt


Gebrüder Thonet, Sessel Modell Nr. 14, Wien 1859

„Noch nie wurde Eleganteres und Besseres in der Konzeption, Exakteres in der AusfĂŒhrung und GebrauchstĂŒchtigeres geschaffen“, lobte der Designer und Architekt Le Corbusier einst den bis heute Millionen Mal verkauften Thonet-Stuhl Nr. 14, der als Inbegriff des Bugholzstuhls und als Prototyp moderner Massenmöbel gilt. Er ist die Erfindung Michael Thonets, dem es gelang, in einer noch handwerklich geprĂ€gten Zeit produktionstechnische Verfahren zu entwickeln, mit deren Hilfe neue und einfache Möbelformen in hohen StĂŒckzahlen realisiert werden konnten. ...mehr

Der dĂ€nische Designer Hans J. Wegner wĂ€re heute 100 Jahre alt geworden. Passend zum JubilĂ€um zeigt das Designmuseum in Kopenhagen eine große Übersichtsschau und brachte eine Monografie heraus, die es in KĂŒrze auch auf Deutsch gibt

Der König der StĂŒhle


Hans J. Wegner

„Es ist fast einfacher, einen Wolkenkratzer zu entwerfen als einen Stuhl“, gestand Ludwig Mies van der Rohe einmal. Denn es gĂ€be endlose Möglichkeiten und viele Probleme. Der Designer Hans J. Wegner, der heute vor 100 Jahren geboren wurde, wird ihm zugestimmt haben. Sein Leben lang hat der DĂ€ne an schöneren, bequemeren, moderneren und zeitgemĂ€ĂŸen StĂŒhlen gearbeitet. Mehr als 500 Stuhl-EntwĂŒrfe sind entstanden, darunter auch mancher Einrichtungsklassiker. Der wie eine Mischung aus Asiatischem, Englischem und konstruktivem Jugendstil daherkommende Y-Stuhl etwa wird heute noch produziert. Das Kopenhagener Designmuseum, das bis Anfang November dem Werk Hans J. Wegners eine große Retrospektive widmet, machte Wegners Stuhl-Besessenheit zum Titel: „just one good chair“ ist die Ausstellung ĂŒberschrieben und nimmt Bezug auf das rastlose Streben Wegners nach dem einen, dem perfekten, genialen Stuhl, wohl wissend, dass es ihn nicht wirklich gibt. ...mehr

Seit 155 Jahren liefert WMF Design- und Kunstobjekte und birgt einen Schatz

ParadiestĂŒr als Entree in ein traditionsreiches GeschmacksgĂŒtereldorado


Nachbildung der Paradiestür von Lorenzo Ghiberti

Kein geringerer als Michelangelo Buonarroti soll mal geĂ€ußert haben: „Die Schönheit dieser TĂŒr macht sie wĂŒrdig, Pforte zum Paradies zu sein.“ Damit gemeint ist das Ostportal des romanischen Baptisteriums auf den Domvorplatz von Florenz, das seitdem als „ParadiestĂŒr“ bezeichnet wird. Entworfen und ausgefĂŒhrt wurde es von Lorenzo Ghiberti zwischen 1425 und 1452, nachdem er bereits zu grĂ¶ĂŸter Zufriedenheit aller in den zwei vorherigen Jahrzehnten das Nordportal geschaffen hatte. Doch bei der ParadiestĂŒr handelt es sich um ein epochales Kunstwerk. Zehn quadratische und vergoldete Bronzefelder stellen auf seinerzeit revolutionĂ€r empfundene Weise Begebenheiten aus dem Alten Testament vor. Befreit von starren Vierpassrahmungen zurĂŒckliegender Epochen offenbaren die Szenen neue kompositorische Möglichkeiten. Nahezu bis zur vollplastischen AusprĂ€gung schieben sich die Figuren von Adam und Eva, Kain und Abel, Saul und David oder Esau und Jakob nach vorne. ...mehr

Zum 100. Geburtstag von Marcel Breuer

Die Zukunft bauen


Marcel Breuer und A. & E. Roth, Dolderthal Apartments in Zürich, 1934

Mit der GrĂŒndung des Bauhauses im Jahre 1919 durch Walter Gropius begann die Idee Gestalt anzunehmen, die Trennung von Kunst und Produktion aufzuheben und GegenstĂ€nde und RĂ€ume fĂŒr eine kĂŒnftige humanere Gesellschaft zu schaffen. Dabei sollte das Handwerk als Grundlage allen kĂŒnstlerischen Schaffens dienen und alle KĂŒnste in idealer Einheit verbinden. Es entstand Deutschlands berĂŒhmteste Kunst- und Designeinrichtung der Klassischen Moderne, die eine Reihe der herausragendsten Architekten und KĂŒnstler seiner Zeit zusammenfĂŒhrte und weltweit das VerstĂ€ndnis von Architektur und Design beeinflusste. ...mehr

Im April wurde der Kunstverein Schattendorf im Burgenland eröffnet. Hier wollen Amer Abbas und Werner Tranker eine Kommunikations- und Produktionswerkstatt fĂŒr junge Kunst erschließen

Kunstbabel in der österreichischen Provinz


Dem Einsatz von engagierten BĂŒrgern ist es immer wieder zu verdanken, dass abseits von Kulturmetropolen und öffentlich finanzierten Kunsttempeln kulturelle Orte gegrĂŒndet und gefördert werden. Gerade in wirtschaftlich prekĂ€ren Zeiten und die durch Wirtschaftskrise und Euro-Rettung erzwungene Sparwelle, bieten private und mit persönlichem Einsatz verbundene ...mehr

Der Kunstverein der Region Heinsberg

Zeitgenössische Kunst auf dem Bauernhof


Birgit Huebner, portraithaus

Wenn man sich nicht von dem Gedanken irritieren lĂ€ĂŸt, man mĂŒsse sich auf diesem asphaltierten Feldweg nordwestlich von Heinsberg lĂ€ngst hoffnungslos verfahren haben, dann kann man am Ende der Straße als Freund zeitgenössischer Kunst eine kleine Offenbarung erleben. Die fern der Kunstzentren des Rheinlandes gelegenen umgebauten ScheunenrĂ€ume des 1296 erstmals erwĂ€hnten Horster Hofes hat 1997 der Kunstverein der Region Heinsberg bezogen. ...mehr

Kunstverein Hannover

Was ist Kunst?


Close Up - Zur Inszenierung von Nahsicht und Oberflächen

GlĂ€nzend und rund, dann auch wieder flach an der Wand, mit Kanten und Ecken, vom Boden in den Raum ragend, real oder abgebildet, mal ganz nah und dann auch wieder in weiter Entfernung, aber immer farbig: So prĂ€sentieren sich die Objekte und deren OberflĂ€chen im Kunstverein Hannover. Und um die OberflĂ€chen, die HĂŒllen, die Haut der Dinge geht es zur Zeit im Kunstverein. „Close Up – Zur Inszenierung von Nahsicht und OberflĂ€chen“, so der Titel der Ausstellung stellt die Frage in den Mittelpunkt, was wird wie und warum ins Bild gerĂŒckt und welche Funktion spielt dabei die OberflĂ€che. ...mehr

Der Kunstverein fĂŒr die Rheinlande und Westfalen in DĂŒsseldorf

Kunst aus NRW und mehr


Alte Kunsthalle in Düsseldorf, um 1900

Die DĂŒsseldorfer sind stolz auf ihre historische „Kunstachse“. Zu den Ă€ltesten Institutionen dieser Kulturmeile gehören der Kunstverein fĂŒr die Rheinlande und Westfalen und die Kunstakademie, deren Geschichten eng miteinander verbunden sind. Schon die GrĂŒndung des Vereins im Jahr 1829 war maßgeblich von dem zweiten Direktor der Kunstschule, Wilhelm von Schadow, angeregt und ausgearbeitet worden. Obwohl wiederholte Auseinandersetzungen zwischen konservativen und progressiven Malern zu Abspaltungen und neuen Ausstellungsmöglichkeiten, wie dem 1849 gegrĂŒndeten Malkasten, fĂŒhrten, wurde der Verein ein Forum der jungen DĂŒsseldorfer Malerschule. Durch das Interesse an der Kunst aus dem Rheinland verzeichnete der Verein schon im letzten Jahrhundert auch Mitglieder in Amerika. Die Kunstfreunde wurden durch regelmĂ€ĂŸige Verlosungen von Drucken und Bildern DĂŒsseldorfer KĂŒnstler geworben. ...mehr

Die HollĂ€nderin Jennifer Tee macht sich mit ihrer Kunst auf die Suche nach ihren UrsprĂŒngen in Indonesien und erkundet mit ihrem kulturellen Austausch zwischen Ost und West auch Themen wie Handelsbeziehungen, Wandlung und SpiritualitĂ€t

Immer noch unterwegs


In ihren Skulpturen, Installationen, Performances, Fotografien und Collagen untersucht Jennifer Tee Fragen nach Verortung, SpiritualitĂ€t und Transzendenz. Seit 2016 entwickelt die hollĂ€ndische KĂŒnstlerin Collagen aus gepressten TulpenblĂŒtenblĂ€ttern, die sie pflĂŒckt, trocknet und spĂ€ter zu figĂŒrlichen Motiven und Mustern schneidet und arrangiert. Da die TulpenblĂ€tter durch ...mehr

Mit seiner benutzbaren Bauminstallation „Isle of Trees“ im Rundhof des MessegelĂ€ndes begeisterte Enzo Enea die GĂ€ste der diesjĂ€hrigen Art Basel. Bekannt geworden ist der Schweizer durch außergewöhnliche PrivatgĂ€rten fĂŒr Celebrities wie George Harrison, Tina Turner oder Prinz Charles und seine Kooperationen mit den großen ArchitekturbĂŒros dieser Welt

Der Mann, der BĂ€ume versetzen kann


Enzo Enea, Isle of Trees, 2022

Besucherinnen und Besucher der inzwischen beendeten Art Basel haben in diesem Jahr beim Betreten des Rundhofs der Messehalle 2 gestaunt. Plötzlich dieses GrĂŒn! Wo sich die Kunstfreunde Jahr fĂŒr Jahr zum Austausch, Verschnaufen und Konsumieren von Snacks und Drinks treffen, bereicherten erstmals schattenspendende BĂ€ume die Ruhezone. Enzo Enea, einer der international innovativsten und spannendsten Landschaftsarchitekten, hatte fĂŒr den Rundhof der Halle 2 des MessegelĂ€ndes die Installation „Isle of Trees“ entwickelt. FĂŒr alle MessegĂ€ste unmittelbar erlebbar, hatte er die denkmalgeschĂŒtzte und bei gutem Wetter stets sonnenbeschienene Rotunde in eine gĂ€rtnerisch kuratierte GrĂŒnzone mit hoher AufenthaltsqualitĂ€t verwandelt. ...mehr

Der KĂŒnstler Adolf Luther wĂŒrde heuer 110 Jahre alt. Auf dem Kunstmarkt erleben seine Spiegelobjekte seit Jahren ein Comeback. Eine Ausstellung und eine neue grundlegende Publikation feiern den Geburtstag

Lichtgestalt oder spiegelnder PharisÀer?


Adolf Luther, 1973

Wenn man sich einem Kunstwerk Adolf Luthers nĂ€hert, verĂ€ndert sich der Anblick mit jeder Bewegung. Egal ob der Kopf gedreht oder Arme gestreckt werden – seine Spiegelobjekte bewirken simultan bewegte, ineinander verwobene Korrespondenzen zur realen Welt. Von weitem bietet sich ein diffuses Bildgeschehen, dass beim Herantreten in verworrene Effekte zerfĂ€llt. FĂŒr das Sehvermögen des Betrachters bedeutet es eine Herausforderung, mit der konfusen gebrochenen neuen RealitĂ€t jenseits der RealitĂ€t umzugehen. Nicht wenige Aussteller auf Kunstmessen versuchen, diese Verlockungen zu nutzen, indem sie Luthers Werke als Zugnummer platzieren, um Besucher in die Koje zu lenken, wohl wissend, damit speziell, aber nicht nur, ein eher gut betuchtes Sammlerklientel anzusprechen. In der Tat: Resultate bei Auktionen bis in die Sechsstelligkeit, die Preise auf Kunstmessen und die Zahl seiner verkauften Arbeiten sind in der letzten Zeit stetig geklettert. Was verbirgt sich hinter dem mit den Gepflogenheiten der Kunstwelt nicht vertrauten Autodidakten, der gerade deshalb auch nicht in die ZERO-Gruppe aufgenommen wurde? ...mehr

Sie ist eine selbstbewusste Malerin und fĂŒhrt ein bewegtes Leben und sie ist die einzige Frau, die Picasso schadlos ĂŒberlebt hat: Zum 100. Geburtstag von Françoise Gilot

Die UnermĂŒdliche


Françoise Gilot

„Die Malerei ist fĂŒr mich ein Weg, das große Unbekannte zu erforschen, fĂŒr mich selbst neue Rhythmen, Farben und Formen zu finden“, charakterisierte Françoise Gilot ihre Einstellung zur Kunst. Die französische Malerin, Zeichnerin und Grafikerin feiert an diesem 26. November ihren hundertsten Geburtstag. Dies hindert die ehemalige Picasso-Geliebte jedoch nicht daran, sich immer noch im Morgengrauen vor die Leinwand zu stellen. Im Nachthemd sei sie weniger kritisch. Zum Malen brauche man Leidenschaft, man mĂŒsse in Schwung kommen und den Vogel Zweifel von der Schulter scheuchen, so lautet das Erfolgsrezept Gilots, die heute auf ein bewegtes Leben und ein rund 85jĂ€hriges kĂŒnstlerisches Schaffen zurĂŒckblicken kann. ...mehr

Die vielfach ausgezeichnete Fotografin Linn Schröder arbeitet vorwiegend in Serien. Jetzt hat sie ihr erstes monografisches Fotobuch vorgelegt. Mit ihr sprachen Nicole BĂŒsing und Heiko Klaas

Ein gutes Bild legt immer mehrere Ebenen frei


Nicole BĂŒsing & Heiko Klaas: Linn, fĂŒr dein erstes monografisches Fotobuch hast du dir ein Thema ausgesucht, das so alt ist wie das Medium Fotografie selbst. Nahezu jeder, der fotografiert, macht auch Familienbilder. Dein Werk ist ja sehr vielseitig aufgestellt. Was gab den Ausschlag, sich speziell fĂŒr das Thema Familie zu entscheiden?

Linn Schröder: Das „Selbstportrait mit Zwillingen und einer Brust“, war die erste Arbeit, die meine eigene Familie fotografisch einschloss. Meine Zwillinge waren gerade geboren, und wir hatten eine große Ausstellung mit dem Titel „Über Grenzen“ mit meiner Agentur Ostkreuz geplant. Ich wollte etwas ĂŒber eine eigene Grenzerfahrung erzĂ€hlen. Es ist eine Arbeit geworden, die aus einem Bild besteht. Ein Symbolbild, das von zwei Polen unseres Lebens erzĂ€hlt: den Anfang, die Geburt, und das Ende, den Tod. Die amputierte Brust, die Narbe ist ein Symbol fĂŒr die Erfahrung, endlich zu sein. Die Zwillinge stehen fĂŒr die Geburt, das doppelte Leben.

Nach diesem Bild habe ich mich erst mit Portraits von MĂŒttern und Töchtern beschĂ€ftigt. WĂ€hrend dieser Serie sind auch die ersten Bilder fĂŒr diesen Werkkomplex entstanden. Wichtig war mir, mit dem, was mich unmittelbar umgibt, fotografisch-kĂŒnstlerisch arbeiten zu können. ...mehr







 zur Monatsübersicht





Copyright © '99-'2023
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce